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Bauspartarife der Bausparkassen im Test
25 Bausparkassen bieten mittlerweile mehr als 100 Bauspartarife an. Eine Auswahl die, um ca. 50 weitere Wohn-Riester-Verträge erweitert, unübersichtlich wird.
Bevor sich Interessierte in die Tarifvergleiche wagen, sollten sie zwei Fragen klären.
Finanzierer oder Sparer?
Will der Bausparer eine Immobilie finanzieren oder für die Modernisierung des Hauses sparen, zählen für ihn die Konditionen der Bausparfinanzierung. Die hängen wiederum davon ab, ob er einen größeren Geldbetrag auf einmal einzahlen kann (
Soforteinzahler
) oder Monat für Monat anspart (
Regelsparer
). Kommt es ihm dagegen in erster Linie auf den Guthabenzins an, lassen ihn die Kreditkonditionen kalt (
Renditesparer
).
Niedriger Zins oder schnelles Geld?
Dient der Bausparvertrag der Immobilienfinanzierung, kommt es auf fünf Faktoren an: Wie schnell soll über das günstige Baugeld verfügt werden können (schnelle Zuteilung)? Kann man viel oder wenig monatlich ansparen (geringe Sparrate)? Soll der spätere Darlehensanteil größer sein als das notwendige Guthaben (geringes Mindestguthaben)? Für die Tilgungszeit zählen wiederum die Höhe des Darlehenszinses und der geforderten Rückzahlungsrate.
Denn, je niedriger der Darlehenszins ist, desto länger muss der Hauskäufer auf das Darlehen warten. Gleichzeitig muss der Bausparer das Geld schneller zurückzahlen. Und je schneller das Geld benötigt wird, desto höher wird die Rückzahlungsrate.
Die wenigsten Bauherren und Käufer werden ein Haus allein über einen Bausparvertrag finanzieren. Ein bei Banken und Sparkassen beliebtes Modell ist aber für Kunden fast immer ein schlechtes Geschäft: eine Immobilie sofort zu finanzieren und einen neuen Bausparvertrag als Tilgungsersatz anzusparen. Nur als zielgerichtete Sparanlage, mit der sich heute die Zinsen in zehn bis 15 Jahren sichern lassen, hat Bausparen eine Berechtigung.
Quelle: Focus Money